U1U2

Eckernförde (ots) - Am 10. Februar 2013 um 10 Uhr wird das zum 1.UBootgeschwader (1.UG) gehörende UBoot "U32" seinen Heimathafen in Eckenförde verlassen und sich unter dem Kommando von Korvettenkapitän Christian Moritz (36) mit seiner 28 köpfigen Besatzung in Richtung US-Ostküste begeben. Dort soll das Boot für mehrere Monate als erstes UBoot der Klasse 212A gemeinsam mit verschiedenen Einheiten und einem Trägerverband der US-Navy die Übung "WESTLANT DEPLOYMENT" absolvieren.

Nach einem geplanten Tankstopp in Ponta Delgada, Azoren, wird die anspruchsvolle Fahrt in das Seegebiet östlich der Vereinigten Staaten fortgesetzt. Am 15. Februar 2013,fünf Tage nach Auslaufen des UBootes ,wird die ebenfalls zum 1.UBootgeschwader gehörende UBootunterstützungseinheit, der Tender "Main",unter dem Kommando von Korvettenkapitän Carsten Egerland (36) den Marinehafen von Eckernförde verlassen, um ab Ponta Delgada gemeinsam mit "U32" den ca. 20-tägigen Transit anzutreten. Neben dem Kommandeur des 1.UG, Fregattenkapitän Sascha Helge Rackwitz (40) und seinem Einsatzstab, wird auf dem Tender, zusätzlich zu seiner normalen 60 köpfigen Besatzung, ein Ärzteteam mit an Bord genommen. "Da der Tender schneller unterwegs ist als das UBoot, kann er auch ein wenig später auslaufen", erklärt der Kommandeur den Grund für die unterschiedlichen Auslaufzeiten.

"Um die Belastung für die UBootbesatzung zu minimieren, wird nach etwa der Hälfte des Übungszeitraumes die Besatzung ausgewechselt", so Rackwitz. Das restliche Manöver wird dann unter der Führung von Korvettenkapitän Christian Michalski (34) fortgesetzt.

Die Rückkehr der beiden Marineeinheiten nach Eckernförde ist für Ende August 2013 geplant. Dann werden die Besatzungen und Einheiten ca.15.000 Seemeilen, das sind über 27.780 Km, zurückgelegt haben.

Erst gemeinsam im Manöver, dann als simulierter Feind

Das Manöver "WESTLANT DEPLOYMENT" steht ganz im Zeichen der Ausbildung. So sind mehrwöchige Manöver mit der US-Navy, bei denen die Kommandostrukturen und Operationsabläufe für gemeinsame Einsätze, z.B. in einem internationalen Verband, geübt werden sollen, vorgesehen. "Zwischen den doch sehr komplexen und anspruchsvollen Aktionen werden die Zeiträume für die eigene Ausbildung z.B. neuer Wachoffiziere (WO) oder Schifftechnischer Offiziere (STO) genutzt", so der Kommandeur des 1.UG.

Ein weiteres Highlight stellt für alle Beteiligten auch der Übungsabschnitt in der zweiten Hälfte des Manövers dar. Dabei soll ein amerikanischer Trägerverband das deutsche Brennstoffzellen-UBoot suchen und simuliert bekämpfen. In diesem Szenario wird "U32" versuchen den Verteidigungsring der Schiffe zu durchbrechen und simuliert anzugreifen. Besonders in diesem Szenario, in einem direkten Vergleich unter Beteiligung anderer Einheiten und Technologien, wird das modernste konventionell angetriebene UBoot seine neueste Technologie unter Beweis stellen.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird der deutsche Verband vom zivilen Forschungsschiff "Planet" aus Eckernförde und einem Flugzeug des Typs P3C-Orion als sogenannte MPA (Maritime Patrol Aircraft) aus Nordholz unterstützt. Hier sollen neue Verfahren und Techniken erprobt werden.

Quelle: www.presseportal.de